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Was es ist

Das AI Inventory ist ein Reiter im Admin Panel, der eine zentrale Sicht auf jeden Assistenten und jede Anwendung der Organisation bietet. Für jedes KI-Asset zeigt es die wichtigsten Informationen: Name, Typ, Beschreibung, Status, Risikoeinstufung nach AI Act, Nutzung, Owner, Kommentare und Änderungshistorie.
Panta Dokumentationen (DE)
Die Einstufung wird von der KI aus dem hinterlegten Anwendungsfall des Assets abgeleitet und anschließend von einer Person geprüft. Das Inventory ist damit mehr als ein Verzeichnis. Es liefert eine transparente Sicht auf die KI-Anwendungen einer Organisation und die zugehörigen Risikoeinstufungen. Wichtig: Die Einstufung sagt nicht aus, ob ein Assistent oder eine Anwendung konform oder nicht konform ist. Jede Anwendung im Inventory gilt als konform. Die Risikoeinstufung beschreibt die Natur des Anwendungsfalls im Sinne des AI Act. Manche Anwendungsfälle sind von Natur aus riskanter als andere. KI, die Entscheidungen über Menschen trifft oder unterstützt, gilt beispielsweise als riskanter als KI für administrative Aufgaben oder Datenverarbeitung.

Warum es wichtig ist

Wenn Teams eigene KI-Assistenten bauen, brauchen Organisationen mehr als eine einfache Liste von Anwendungen. Das Inventory ist ein Management-Hub. Es gibt Führungskräften Sichtbarkeit darüber, welche KI ihre Mitarbeitenden nutzen, wie jede Anwendung eingesetzt wird und welcher Anwendungsfall dahintersteht. So können Organisationen die KI-Einführung steuern, Governance belegen und passende Schutzmaßnahmen sicherstellen.

Vollständige Übersicht

Sieh jeden KI-Assistenten und jede Anwendung deiner Organisation an einer Stelle. Verfolge zentrale Kennzahlen, filtere nach Typ, Status oder Risikostufe nach AI Act und finde schnell die Assets, auf die es ankommt.

KI-gestützte Einstufung

Ist ein Asset noch nicht eingestuft, bewertet die KI seinen Anwendungsfall anhand der Kriterien des EU AI Act und schlägt eine Risikostufe vor.

Menschliche Entscheidung

Die KI empfiehlt eine Einstufung, die endgültige Entscheidung treffen Menschen. Organisationen können die eingetragene Risikostufe nach AI Act prüfen, anpassen und freigeben. Die Verantwortung bleibt damit bei der Organisation.

Nachvollziehbarkeit

Jedes KI-Asset hat Owner, Kommentare und eine vollständige Änderungshistorie. Diskussionen, Änderungen der Einstufung und Entscheidungen werden festgehalten und ergeben einen transparenten Audit-Trail.

Die drei Risikostufen

KI-Anwendungen werden nach ihrem vorgesehenen Anwendungsfall in drei Risikokategorien eingeteilt. Aus jeder Kategorie folgen unterschiedliche regulatorische Pflichten.

High Risk

KI, die Entscheidungen über Menschen trifft oder wesentlich beeinflusst: Bewerberauswahl, Leistungsbewertung, Kredit- und Finanzentscheidungen, medizinische Diagnoseunterstützung, Zugang zu wesentlichen Diensten oder rechtliche Entscheidungsunterstützung. Nach EU AI Act betrifft das die in Annex III genannten Bereiche sowie Sicherheitskomponenten regulierter Produkte. Es gelten strenge Pflichten, darunter Risikomanagement, menschliche Aufsicht, technische Dokumentation, Transparenz und Beobachtung nach Markteinführung.

Limited Risk

KI, die mit Menschen interagiert oder Inhalte erzeugt, ohne folgenreiche Entscheidungen zu treffen: Chatbots, Content- und Marketing-Assistenten, E-Mail-Entwürfe, Zusammenfassung und Übersetzung. Im Vordergrund stehen hier Transparenzpflichten. Nutzer erfahren, dass KI beteiligt ist, und erzeugte Inhalte werden offengelegt, wo dies erforderlich ist.

Minimal Risk

KI für interne Produktivität, Automatisierung und Datenverarbeitung: Code-Hilfen, Dokumentformatierung, Workflow-Automatisierung, Datenextraktion, internes Reporting, Terminplanung, Transkription. Die meisten Systeme fallen hierunter und haben in der Regel über geltendes Recht und freiwillige Best Practices hinaus keine Pflichten.

Was das Inventory nicht verspricht

Das AI Inventory ist keine Rechtsberatung und keine Zertifizierung. Die automatische Einstufung ist ein Vorschlag auf Basis des beschriebenen Anwendungsfalls, und der Hinweis im Detailfenster sagt das ausdrücklich. Ob ein System nach EU AI Act tatsächlich als hochriskant gilt und welche Pflichten daraus folgen, entscheidet die Organisation, bei Bedarf mit juristischer Begleitung.

Owner und Kommentare

Jedes Asset im AI Inventory hat die Bereiche Owners, Comments und Change History. Sie unterstützen Zusammenarbeit und Governance über den gesamten Lebenszyklus.
  • Owners halten fest, wer für eine App oder einen Assistenten verantwortlich ist. Der Ersteller wird automatisch erfasst, weitere Owner können ergänzt werden, um die Verantwortung zu teilen. Sobald jemand Owner ist, kann er Apps und Assistenten auch Teams zuweisen.
  • Comments bieten einen zentralen Diskussionsverlauf. Teams halten dort Kontext fest, stellen Fragen, dokumentieren Entscheidungen und stimmen sich über Nutzung und Einstufung des Assets ab.
  • Change History protokolliert Änderungen der Risikoeinstufung nach AI Act sowie allgemeine Kommentare. Daraus entsteht ein transparenter Audit-Trail darüber, wie sich das Asset im Zeitverlauf entwickelt hat.

Tipps und Best Practices

  • Beschreibe deine Assistenten beim Anlegen möglichst ausführlich, denn die Einstufung liest genau diese Beschreibung. Bei Apps übernimmt das PANTA OS Team die Einrichtung im Backend und stellt sicher, dass alle für die Einstufung nötigen Angaben enthalten sind.
  • Prüfe jeden High-Risk-Vorschlag persönlich und halte die Entscheidung in den Kommentaren fest.
  • Trage für jedes Asset einen verantwortlichen Owner ein, sonst ist bei einer Rückfrage niemand zuständig.
Der schnellste Einstieg: Filter auf All AI Act Risk stellen, die Assets ohne Einstufung ansehen und die Liste in einer Sitzung durcharbeiten. Danach ist der laufende Aufwand klein.

Hilfecenter

Im Admin Panel im Reiter AI Inventory, neben Analytics, Users, Teams, Integrations, Community Feed, Organization Settings und Token Limits. Der Zugriff hängt von der Rolle ab; siehe Rollen und Berechtigungen.
Die KI bewertet den beschriebenen Anwendungsfall des Assets anhand der Kriterien des EU AI Act und schlägt eine der drei Stufen vor. Der Vorschlag ist als KI-generiert gekennzeichnet und soll vor dem Abschluss geprüft werden.
Ja. Die Stufe ist im Detailfenster ein Dropdown mit den Werten Not set, High Risk, Limited Risk und Minimal Risk. Jede Änderung wird in der Change History des Assets festgehalten.
Status beschreibt, ob das Asset auf deinem Dashboard aktiviert ist. In Use beschreibt, ob es tatsächlich genutzt wird.
Kommentare halten die Diskussion beim Asset fest. Die Change History ist das Audit-Log über Risikoänderungen und Kommentare. Beides zusammen belegt, dass eine Einstufung geprüft und nicht nur übernommen wurde.
Export erzeugt eine Datei mit der aktuellen Inventarliste, geeignet als Anlage für interne Reviews oder externe Prüfungen.
Zuletzt geändert am 6. August 2026